Nepal – Eine meiner tollsten Reisen bisher!

Reisebericht von: Susanne Stellberg|30.11.2018|

20 Tage Manaslu-Umrundung vom 15.10. – 03.11. 2018

Es war meine erste Trekkingreise – die erste Gruppenreise, das erste Mal so hoch, das erste Mal in so einfachen Unterkünften, das erste Mal ab 3000 Meter konstant in der Kälte. Am Anfang dachte ich schon – oh je, auf was habe ich mich hier nur eingelassen; zum Schluss war es eine meiner tollsten Reisen bisher – ein super Erlebnis.

Wir waren elf Leute in der Gruppe plus 6 Träger und drei Guides – ein top Team! Uns war relativ schnell klar – wir sind die beste (und lustigste!) deutsche Gruppe auf der Manaslu-Runde. Unser Guide Dawa Sherpa, der zum 14. Mal am Manaslu unterwegs war, kannte nicht nur die Route in- und auswendig, sondern hatte auch noch so einen lustigen Humor. Er hat uns super geführt, aber wir hatten einfach auch richtig viel Spaß zusammen. Der „Bachfluss“ lässt grüßen. Danke Dawa!

Die Runde begann mit langen Trekkingtagen durch Reisfelder, subtropische Täler und moosbewachsene Zauberwälder. Aber schön warm war es hier noch – und es ging stetig bergauf. Wir kamen ziemlich ins Schwitzen. Aber unser Ziel war ja auch der Larkya Pass mit 5.135 Metern – da muss man ja schon etwas dafür tun. Es hat aber jeden Tag Spaß gemacht – wir kamen durch kleine Dörfer, hatten diverse Tee- und Lunchpausen und kamen unserem Ziel, dem 8.156 Meter hohen Manaslu, den wir ja umrunden wollten, immer näher. Und am 10. Tag unserer Reise war es dann so weit – bei einem Akklimatisierung-Walk, den wir an unserem zweiten Tag in Sama einlegten, standen wir irgendwann in fast 4.000 Meter Höhe bei strahlend blauen Himmel vor dem massiven Koloss. Dieser ragte dann mal noch 4.000 Meter über uns. Grandios! Es war fast nur unsere Gruppe dort – und irgendwie war der Tag so was wie ein Schlüsselerlebnis – er war einfach so überwältigend toll, dass wir uns sagten – wenn wir‘s nicht über den Pass schaffen – wir hatten ja diesen Tag!

Manaslu-Umrundung

Aber natürlich haben wir es alle geschafft! Und das war wirklich ein einmaliges Erlebnis – in 4.400 Metern im Matratzenlager übernachtet, morgens um 2.45 aufgestanden, in der Kälte losgelaufen – um bei strahlenden Sonnenschein morgens um 9.00 am Pass zu sein – Wahnsinn! Und dann der Abstieg – war zwar ein langer Tag, aber wir wurden dann ja auch mit dem Blick auf die Annapurna-Gruppe belohnt – und dem ersten Bier seit Tagen in Bimthang. Was eine Freude!

Was zum Schluss der Tour wirklich sehr schön gelöst war, war die Abholung von der Annapurna-Runde. Mit Jeeps ging es erst mal über Schotterstraßen mit Mammut-Schlaglöchern – aber nicht direkt nach Katmandu, sondern nach Bandipur. Außer einem richtigen Kaffee, ein bisschen mehr Zivilisation und einer heißen Dusche hatten wir uns gar nicht so viel erwartet, aber dann blickten wir von unseren Zimmern auf Dhaulagiri, Machhapuchare, Annapurna 1 und 2 und natürlich auf den Manaslu – was für ein Abschluss!

Ein großes Dankeschön an DIAMIR Erlebnisreisen – die ganze Tour war wirklich gut konzipiert. Wir hatten jeweils zwei Übernachtungen auf 3.500 und 3.800 Metern und waren dann tagsüber immer in höheren Lagen unterwegs – zur Höhenanpassung war das echt super. Ich habe mich wirklich gewundert, dass ich die Höhe nicht stärker gespürt habe. Man muss sich natürlich schon bewusst sein, dass die Unterkünfte auf der Manaslu-Runde doch sehr einfach sind – und dass es eine Heizung auch nicht ganz so wirklich gibt. Wenn man so etwas zum ersten Mal macht, kommt man hier leicht an seine Grenzen. Irgendwann mag man einfach nicht mehr frieren. Es gibt sicherlich viele Entbehrungen auf so einer Reise – aber der Trip ist es tausend Mal Wert! Würde ich die Tour wieder machen? Sofort!

Dankeschön,

Susanne

2019-07-08T17:38:11+01:00
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