Erlebnis Uganda mit Kidepo und Murchison Falls Nationalpark

Reisebericht von: Hansjürgen Bock|01.04.2019|

Reisebericht Uganda 2019

Unsere Reise, die meine Frau und ich von Ende Januar bis Ende Februar unternommen haben, führte uns nach Uganda. Wir wollten hierhin, weil man nur in Uganda Schimpansen und die letzten Berggorillas hautnah erleben kann. Wenn in Kenia und Tansania die„Big Five“(Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard) mit viel Glück entdeckt werden können, muss in Uganda eigentlich von den Big Seven gesprochen werden, ergänzt um Schimpansen und Gorillas. Für uns allerdings noch erweitert um den Schuhschnabel, einen charismatischen Vertreter der afrikanischen Vogelwelt!

Unser sehr guter Fahrer-Guide David holte uns am späten Abend von Flughafen von Entebbe ab. Gleich am nächsten Tag unternahmen wir eine Bootfahrt in die Mabamba Sümpfe. Hier konnten wir schon am ersten Tag den Schuhschnabel entdecken, neben vielen anderen Wasservögeln.

Im Dreiländereck Uganda/Süd-Sudan und Kenia liegt sehr abseits der Kidepo Valley Nationalpark. Die lange Fahrt dorthin hat sich gelohnt; die ursprüngliche Landschaft mit bis zu 2800 m hohen Bergen hat uns sehr beeindruckt. Neben Elefanten, großen Büffelherden und Giraffen konnten wir auch unsere ersten Löwen beobachten. Die Nashörner haben wir schon vorher im ZIWA-Sanctuary in Begleitung eines Wildhüters entdecken können.

Der Murchison Falls Nationalpark Nil

Der Murchison Falls Nationalpark wird durch den Nil in zwei Teile geteilt, seinen Namen verdankt er den großen Nil-Wasserfällen. Von unserer Lodge, die direkt am Nil gelegen war, unternahmen wir eine Bootstour zu den Wasserfällen und ins Delta am Lake Albert. Am Wendepunkt im Delta stehen drei Bäume, ein großer Akazienbaum, ein Baum voll mit Kuhreihern und ein kleiner Baum. Der Boots-Guide meinte so ganz beiläufig: Im linken Baum ist ein Leopard und im rechten ein Löwe! Wir dachten, der macht einen Witz, denn wir sahen nur die Kuhreiher. Aber tatsächlich, es war unbegreiflich, rechts im Baum saß ein Löwe und links der Leopard. Die Fahrt auf dem Nil war für uns ein Highlight. Es gab so viel zu entdecken: Krokodile, Nilpferde, Elefanten, den Schuhschnabel und viele Wasservögel …

Ein weiteres Highlight war das Schimpansen-Tracking im Dschungel des Kibale Nationalparks. Hier war unter den Schimpansen ein Kampf ausgebrochen und wir waren mitten drin. Es entstand ein riesen Krach und Geschreie im Dschungel. Ein Schimpanse hatte ein Stock in der Hand und kam mit lautem Gebrüll auf mich zu gerannt, mir stockte der Atem. Aber kurz vor mir bremste er ab, umrundete mich und stürzte sich auf einen Artgenossen hinter mir.

Der Queen Elisabeth Nationalpark ist eines der bekanntesten Schutzgebiete Ostafrikas, im südlichen Teil des Parks liegt der Ishasha Sektor. Dieser ist bekannt für seine auf die Bäume kletternden Löwen. Das ist fast einmalig und wir konnten bei drei Pirschfahrten die in den Bäumen dösenden Löwen beobachten und fotografieren.

Das absolut emotionale Highlight war die Begegnung mit den Berggorillas im Bwindi Nationalpark. Schon die Tour zu den Gorillas, über Bäche und durch dichte Vegetation ist ein Erlebnis. Eine Gorillafamilie mit spielendem Baby dann hautnah in ca. 2-4 m Entfernung zu erleben ist tief beeindruckend und unvergesslich.

Die letzten Tage der vier Wochen langen Reise verbringen wir auf den Ssesse Islands im Viktoriasee. Hier konnten wir wunderbar entspannen und das Erlebt noch einmal reflektieren. Wir haben tatsächlich die Big Seven mit dem Schuhschnabel gesehen. Aber es lag nicht nur an diesen Highlights, sondern auch an den wundervollen Sonnenuntergängen, den netten Menschen, dem tollen Essen, den schönen Unterkünften und an der guten Organisation durch DIAMIR, dass es so eine unvergessliche Reise geworden ist.

Petra und Jürgen Bock

2019-07-08T14:14:28+01:00
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